workshops

Perform Interdependency - participatory and collaborative strategies in the arts

collaboration project in Kontext of documenta 14 (Athen/Kassel) between Athens School of Fine Arts (guidance: Xafos Xagoraris, Jenny Marketou), Kunsthochschule Kassel (guidance: Mathilde ter Heijne, Tanja Schomaker), Zurich University of the Arts (guidance: Elke Bippus, Stefanie Knobel)

Interdependency means to learn from each other, to take care, to cultivate human exchange and participation, to participate, to change perspectives, to be in touch with people, equality, (self-) authorization, to overcome differences, performative strategies, policies of everyday life, collaboration and transformation. The combination of performativity and interdependency reflects the world creating moments of art. We come into being as subjects by virtue of the norms of sociability and relatedness to others. We want to think about this in a radical way. For us, this is not specifially a linear process of development, as it is a process in which we are all relational and interdependent beings. By construing relationality and interdependency as a primordial level of subjectivization, we make a distinction to the concept of a sovereign subject and want to create an alternative to the self-sufficiency of the neoliberal subject. Within several workshops we will analyse the potential of participatory and performative actions in relation to the project issue of Perform Interdependency.





Leftover Choreography I, II, III

"Leftover Choreography" ist ein Workshop Format von Stefanie Knobel. Der Workshop ist jeweils eine Woche lang. Bisher wurden 2 im Bachelor Kunst & Medien der Zürcher Hochschule der Künste durchgeführt. Der nächste Workshop findet ebenda vom 8.-12.5.2017 statt.

Leftover ist etwas, das notwendig wird, nachdem ein Ereignis stattgefunden hat. Das kann z.B. ein Objekt, ein Gedanke oder eine Empfindung sein. Choreografie ist für mich eine Praxis, aus dem Imaginieren und Fabulieren von alltäglichen und komplexen Kontexten konzentrierte (Pseudo-)Wissensbereiche in der Zeit zu bauen.
Wie bereits in Leftover Chreography II schaffen wir über eine Woche hinweg mit den Teilnehmenden eine geteilte Vorstellungswelt, die z.B. darin bestehen kann, sich vorzustellen, Avatare in einem Videogame ohne User zu sein. Die Spiellevels, bestehend aus abstrahierten Imaginationen unserer mitgebrachten „Leftovers“, werden über Tasks (einfache Aufgaben) und Scores (zeitliche Abläufe) körperlich gemacht.

Voraussetzungen: Lust an der Arbeit mit dem eigenen Körper.
Lernziele/Kompetenzen: Verknüpfung von Imagination und Bewegung, Fabulieren als Wissenspraxis, Formen des Listenings wahrnehmen.





Verwickelt Sein

performance workshop gemeinsam mit Elke Bippus, Zurich University of the Arts, Frühling 2016
Lernziele/Kompetenzen: Analyse künstlerischer Arbeiten, Lektüre von Schlüsseltexten zur Kunst der Gegenwart, kritische Auseinandersetzung mit und Reflexion von Kunstbegriffen, -bewegungen und Verfahrensweisen. Inhalt: „… wir bewegen uns nicht einfach selbst, sondern werden durch andere außerhalb unserer selbst bewegt, doch zugleich auch durch das, was an „Außerhalb“ in uns liegt.“ (Butler) In dem Seminar geht es darum, Verwicklungen und Abhängigkeiten wahrzunehmen, sie auszuhalten, oder sie gar als Raum für neue Entwicklungen zu nutzen. Im Zentrum stehen die Begriffe der Performativität und des Widerstands. Konkret das „Performative“, das für den Gedanken eines produktiven Wandels und für einen Widerstand steht, der nicht auf die Figur eines autonomen Subjekts rekurriert, sondern reflektiert, dass es als zitathafte oder ritualhafte Form in einem System gesellschaftlich anerkannter Konventionen und Normen agiert und – obgleich mit ihnen verwickelt – Widerständigkeit auslotet.  Wir werden Grundlagentexte zum Begriff der Performativität und der Politik des Performativen lesen, das Widerständige des Performativen diskutieren und schließlich gemeinsam Handlungen vollziehen/performieren. Wir werden physische Gegenwart selbst zum Thema machen, indem wir auf vorhandene und selbst erfundene Protokolle, wie choreografierte Bewegungsabläufe, Wahrnehmungsübungen, Berührungstechniken usw., zurückgreifen. Angestossen von unseren Diskussionen im Seminar schaffen wir damit semi - intellektuelle, semi -sensuelle und rudimentär konzeptuelle Situationen und erproben diese an unterschiedlichen Orten im Stadtraum von Zürich.